Hightech + Trekking = GEOCACHING!

"Ich nutze milliardenteure Satellitentechnik, um Tupperdosen im Wald zu finden!"

 

Auf dieser Seite erfahrt Ihr etwas über eines meiner Hobbies, das sog. "Geocaching" - und wie ich einst damit anfing und es heutzutage betreibe, nämlich "papierlos", also ohne ausgedruckte Beschreibungen. Ich cachte von Anfang an mit Hilfe eines Smartphones anstelle spezieller GPS-Geräte - bin also ein überzeugter "Handycacher". Ich mag Universalgeräte für viele Einsatzzwecke auf einmal und nehme dafür Abstriche bei der Robustheit gerne in Kauf. Nicht zuletzt war es der Siegeszug der Smartphones, der dem Geocaching einen enormen Popularitätsschub verpasst haben dürfte - mit allen seinen Begleitumständen.


Für mich ist das Hobby Geocachen eine reizvolle Verbindung aus Naturerlebnis einerseits und Technikbegeisterung andrerseits. Also eine Art "Wandern für Männer" ;-) Was selbstverständlich nicht bedeuten soll, Frauen und Kinder hätten beim Cachesuchen nichts verloren. Im Gegenteil - gerade für Letztere kann man mit einer zünftigen Schatzsuche den sonst eher langweiligen Sonntagsspaziergang viel interessanter gestalten! Dieses Hobby bringt einen also nicht nur an die frische Luft und in Bewegung, es führt einen auch häufig an interessante Orte, die man sonst nie zu Gesicht bekommen hätte! Rätselcaches und vertrackte Multis halten darüber hinaus die grauen Zellen auf Trab. Wer wie ich auch selber Caches auslegt, der kann obendrein kreativ werden, auch bastlerisch.


Falls Ihr überhaupt nicht wisst, was Geocaching ist, lest Genaueres bitte in der Wikipedia nach. Diese Seiten sollen nicht die erste Einführung in die Materie ersetzen.

 

Nokia 3650
Mein 1. Smartphone

Es war im Sommer 2006, als ich für mein damaliges Smartphone Nokia 3650 eine gebrauchte Bluetooth GPS Maus in der eBucht ersteigerte, um es für die Autonavigation aufzurüsten. Interne GPS Chips im Handy waren damals - anders als heute - noch unüblich. Ich als "Techi" hatte einen Bekannten um sein PDA-Navi beneidet und suchte nach einem Weg, auf günstige Art auch an sowas zu kommen, ohne wie er dafür gleich 350 Euro zu investieren. Abgesehen vom hohen Preis widerstrebte es mir, einen extra PDA zu kaufen, wenn mein Smartphone eigentlich doch schon einen Computer beinhaltet. Ihm fehlte ja nur noch der GPS Empfänger und Software! Ich ersteigerte mir also in der eBucht einen Sirf II Empfänger (Falcom Navi1) und die Navisoftware Route 66 für Symbian S60, dazu eine Saugnapfhalterung für die Windschutzscheibe. Die Navigation klappte damit auch zufriedenstellend, und mein "Navi" hatte mich nur rund 50 Euro gekostet!

 

Aller Anfang ist leicht - und schwer zugleich...

Falcom Navi1 GPS Maus
Falcom Navi1 GPS Maus

Bald merkte ich, dass ich eigentlich viel zu selten Fahrten in fremde Gegenden machte, um ein Navi wirklich zu brauchen. Was also, fragte ich mich, kann ich mit dem GPS -Ei sonst noch anfangen? Ich erinnerte mich, mal irgendwo etwas gelesen zu haben über eine Art Schnitzeljagd per GPS...
Also suchte ich etwas im Netz herum, und schließlich fand ich zu geocaching.com und tauchte erstmals in diese neue Materie ein. Ich merkte, dass es viele verschiedene Arten von Caches gibt, von einfach bis sehr schwierig. Für den Anfang suchte ich mir einen "Traditional" aus, um das Ganze erstmal vorsichtig auszuprobieren. Ich druckte also die Beschreibungsseite des nahe gelegenen Caches "Alte Schäferei" aus und brauchte nun noch eine Software, die mir die GPS-Daten auf dem Handy-Bildschirm anzeigt. (Dass Route 66 das auch gekonnt hätte, wusste ich nicht.) Es gab 2006 noch nicht die heutige Fülle von kostenloser GPS-Software für Smartphones, erst recht keine speziell fürs Geocaching. Ich arbeitete also am Anfang mit einem primitiven Tool, das nur die nackten GPS Daten anzeigt, mehr nicht! Kein Kompass, kein Richtungspfeil, keine Karten, keine GPX-Dateien - rein gar nichts! Ich musste ständig im Kopf mit den Zahlenwerten von Anzeige und Zettel jonglieren und zu ungefähren Richtungsangaben verarbeiten. Das war auf Dauer doch sehr mühsam! Ausgedehnte Multis mag man auf diese Weise natürlich nicht angehen. Neidisch schielte ich zu den "richtigen" GPS-Geräten mit Ihren drehenden Richtungspfeilen und Entfernungsangaben, was das Suchen gleich viel komfortabler macht.


Nach ein paar wenigen Tradis, die ich mit so spartanischer Zahlen-Anzeige gesucht hatte, stieß ich eines Tages auf das Symbian-Programm AFtrack, das all das auf mein Handy brachte, was ich bisher so schmerzlich vermisste - Pfeil, Kompass, Zieldistanz und grafische Satellitenübersicht. In der Art habe ich eine ganze Weile lang meine Caches gesucht - mit Handy, GPS Maus und Ausdrucken bewaffnet. Bei meinem nächsten Handy blieb ich Nokia und dem Symbian OS treu: das 6600 und wenig später das 6630 liefen ebenfalls damit und somit auch AFtrack...

 

Autor
...und...FUND!
noch mal der Autor
im Saarland unterwegs, damals mit dem Samsung SGH-i550.
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